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Heiner Dähne, Am Sandhof 68, 63654 Büdingen
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"Hovawart-Hunde"
- vor 20 Jahren hätte man noch gerätselt, um welche ausländische Hunderasse es
sich dabei handeln würde. Aber es ist eine deutsche Hunderasse: das altdeutsche
"Hovawart" bedeutet nur "Hofwächter" - also ein alter
deutscher Bauernhund, der nicht nur robust sein musste, sondern auch nicht
jagen durfte, ein Vorrecht der Adeligen, das dieser bei Übertretung mit
drakonischen Strafen belegte.
Diesen
Hund gab es Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr. Erst in den 20er Jahren ist
er wieder zurückgezüchtet worden, und es ist dabei ein wunderschöner Hund
entstanden. Nach dem Rassestandard ist der Hovawart ein mittelgroßer,
kraftvoller, langhaariger Gebrauchshund. Er ist hart, wetterfest, unerschrocken,
aufmerksam und kann ausgezeichnet laufen und springen. Rüden haben eine
Schulterhöhe von 63-70cm, Hündinnen von 58-65cm. Die Geschlechtsunterschiede
sind deutlich erkennbar.
Neuer
Zuchtrüde „Goliat vom Marienbrunnen“
genannt Leo
Familienfreundlich
Es
gibt Hovawarte in den Farbtönen Blond, Schwarz und Schwarzmarkenfarbig. Der
„Verein deutscher Hovawarte“ züchtet auch noch eine löwenfarbige Variante. Der
Verein ist aus einer Zuchtgemeinschaft entstanden; er hat sich als Zuchtziel
gesetzt, den Hovawart in seiner ganzen familienfreundlichen Art zu erhalten.
Daher werden bei der Körung auch nur die vorhandenen Schutzhundeigenschaften
überprüft. Es wird aber keine den Schäferhunden angeglichene Schutzhundprüfung
verlangt.
Um gegenüber anderen und größeren Vereinen bestehen zu können, müssen aus den Welpen durchweg gute Hunde werden. So erfreut es natürlich das Züchterherz, wenn die neuen Besitzer zu Besuch kommen und stolz ihren Hund präsentieren oder wenn sie Fotos schicken und über die Entwicklung ihres Hundes berichten.
Zuchtrüde „Aico“ und Hündin
„Laika“ (Frühjahr 2003)
Die
Hunde wachsen frei auf einem 2.000m2 großen Grundstück, das zu einem
ehemaligen Forsthaus gehört, auf. Viele Besucher verstehen nicht, wenn sie gebeten
werden, sich vorher telefonisch anzumelden. Kommen sie trotzdem unangemeldet,
werden sie am Zaun von einer Gruppe drohend bellender Hunde erwartet. Auch wenn
die Hunde gerufen werden, reagieren sie nur sehr zögerlich. Hovawarte
verteidigen die Grundstücksgrenze. Wenn die Gäste aber mit dem Hausherrn auf
dem Grundstück sind, dann sind die Hunde nur noch freundlich und ausgesprochen
kinderlieb. Und das auch, wenn gerade Welpen da sind.
Als
Züchter dieser seltenen Hunde ist es für mich die schönste Zeit des Jahres, die
trächtige Hündin zu beobachten, wie sorgfältig sie das Lager für den Wurf
aussucht. Und dann die meist umkompliziert verlaufende Geburt mitzuerleben. Wie
winzig doch die Welpen sind, blind und hilflos auf die Mutter angewiesen. Wie
schnell sie aber heranwachsen: Mit zwölf Tagen öffnen sich langsam die Augen,
sie fangen an, herumzukrabbeln, bald kommt das erste zaghafte Bellen, und sie
nehmen die Außenwelt zur Kenntnis.
Mit
etwa 4 Wochen wird schon zugefüttert, mit sechs Wochen wird die Hündin
abgesetzt und von ihren saugenden Kindern befreit, die Rangkämpfe beginnen, das
Auseinandersetzen mit erwachsenen Hovawarts, das Erkunden des Grundstücks und
das Spielen mit menschlichen Wesen. Zukünftige Besitzer erfreuen sich an der
sichtbaren Entwicklung ihres Welpen und können es kaum erwarten, bis dieser zu
ihnen kommt. Aber erst erfolgt noch die Impfung und Tätowierung im Ohr, ab acht
Wochen können dann die Welpen in ihre neue Umgebung.
Welpen 1 Woche alt
Welpen 4 Wochen alt, das erste Fressen
Welpen 8 Wochen alt, jetzt können sie zu ihren zukünftigen
Besitzern kommen
Die
Hovawarte passen sich uns in vielerlei Hinsichten an: sie müssen wie Kinder
erzogen werden, das kann bis zu 2 Jahren dauern. Aber sie wollen sich dabei
nicht nur austoben – viel häufiger blicken sie uns dabei so an:
Hovawart-Rüde (schwarzmarken)
6
Monate alt
Wer
kann ihm dann noch böse sein?
Und
dann haben sie noch eine Vorliebe: sie baden gerne. Und wo: natürlich auch auf
Mallorca.
2 blonde Hovawart – Rüden aus meiner Zucht beim Herumtollen
im Meer bei Alcudia
3 Hovawarte aus dem letzten Wurf